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Auf ein Schmugglerehepaar an der Grenze zwischen Bayern und Tirol wird ein junger Jäger angesetzt, der sich an die Frau heranmachen soll, um dem Mann das Handwerk zu legen. Der Schmuggler hält seine Frau an, auf die Avancen einzugehen, um seine Geschäfte ungestört weiterführen zu können. Die Frau lässt sich zunächst auf den unmoralischen Plan ein, dann bäumt sie sich gegen die männliche Macht auf und emanzipiert sich: Die Männer geraten in heftigen Streit, der von der Frau aufgeheizt wird. Am Ende sind beide tot und die Frau erbt das Haus.


Karl Schönherr, 1867 bis 1943, aus Tirol stammender Arzt und Autor, war zusammen mit Arthur Schnitzler der erfolgreichste österreichische Dramatiker in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Die ökonomische Unabhängigkeit, die der „Weibsteufel“ am Ende erreicht, hat in Schnitzlers Werk allerdings kaum je eine Frau erlangt.


Das Drama ist von Karl Schönherr 1914 verfasst worden. Die in den Alpen handelnde Dreiecksgeschichte zählt neben „Glaube und Heimat“ (1910) zu den erfolgreichsten Dramen Schönherrs und zu den meistgespielten Theaterstücken im Süden des deutschen Sprachraums. Seine Uraufführung feierte es am 6. April 1915 im Johann-Strauss-Theater in Wien. Schauplatz der Handlung ist eine bäuerliche Stube.



Die Schauspieler:


WEIB:            Gabi Trattler

MANN:           Franz-Josef Fuchs

JÄGER:          Michael Gallinger


MUSIK:          Maximilian Schmid

KOSTÜME:      Christa Fuchs